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Nur Geduld: Vulkanwolke hält Millionen Fluggäste am Boden

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Nur Geduld: Vulkanwolke hält Millionen Fluggäste am Boden

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Fünf Tage nach dem Ausbruch des Vulkans unter dem Eyjafjalla-Gletscher werden die Flughäfen rund um den Globus überschwemmt – von gestrandeten Europäern, die wegen der Aschewolke nicht nach Hause können. In Zahlen: Rund sieben Millionen Passagiere verteilen sich auf gut 3oo Flughäfen. Einige sitzen in Hongkong:
 
Bert Groot-Hulze, Geschäftsreisender aus den Niederlanden:
 
“Alle Hotels in Hongkong sind voll, also musste unsere Firma ein ziemlich teures Hotel buchen. Das macht etwa 250 Euro pro Tag. Das war jetzt unsere vierte Nacht und wir sind fünf Kollegen. Man kann es sich an fünf Fingern abzählen – das wird ganz schön teuer.”
 
Busi Daniel, französischer Tourist:

“Gestern früh hat die übernachtung 250 Euro gekostet, um die Mittagszeit waren es schon 460 Euro. Und am Abend war der Preis bei 800 Euro angekommen.”
 
Andere hängen in New York fest. Noch hat ihnen keiner gesagt, dass der Eyjafjalla-Vulkan im 19. Jahrhundert zwei Jahre lang brodelte – von 1821 bis 1823.
 
Markus Kress, gestrandeter Passagier aus Frankfurt, Deutschland:
 
“Ich habe angerufen – ‘tut mir leid, ich komme frühestens kommenden Donnerstag oder Freitag’. Jetzt suchen sie in anderen Läden nach Aushilfen. Dabei haben wir immer am Donnerstag unser wichtigstes Treffen.”
 
Breeda McGuinness aus Dublin:
 
“Wir haben mit der irischen Botschaft Kontakt aufgenommen und warten jetzt auf den Rückruf. Wir würden sogar das Schiff nehmen, um endlich nach Hause zu kommen, wenn ein Flug nicht klappt. Trotzdem müssen wir hier anwesend sein, im Stand-by. Wer zuerst kommt, der mahlt zuerst.”