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Türkei will weitere Annäherung auf Zypern

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Türkei will weitere Annäherung auf Zypern

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Für die Türkei wird die Lage auf Zypern nach dem Sieg von Dervis Eroglu nicht einfacher. Der türkische Regierungschef äußerte sich dazu noch am Abend im Fernsehen. Dabei versuchte er, Ängste vor einem erneuten Zwist der beiden Volksgruppen auf der Insel zu zerstreuen.

Der neue Präsident in Nordzypern sollte den Prozess dort weiterführen, sagt Recep Tayyip Erdogan. Dafür stehe die Türkei als Schutzmacht. Ziel sei es, bis zum Jahresende eine Lösung zu finden.

Beobachter sehen die Lage aber eher skeptisch: Eroglus Wahl bedeutet einen Kurswechsel. Mit Eroglu werde es schwieriger werden, meint der nordzyprische Politikforscher Ahmet Sözen. Wenn man seine Bilanz mit der von Talat vergleiche, dann sei Eroglu eben kein großer Freund der Vorstellung, dass die beiden Volksgemeinschaften auf Zypern in einem Bundesstaat zusammenlebten.

Die Türkei hat allerdings viel Einfluss: Nordzypern überlebt nur durch türkische Soldaten und sehr viel türkisches Geld.