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Vulkanasche überschattet Europaparlament

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Vulkanasche überschattet Europaparlament

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Der isländische Vulkan Eyjafjalla hat auch das Europaparlament fest im Griff. Viele Abgeordneten konnten am Montag wegen ausgefallener Flüge nicht zur monatlichen Plenarsitzung nach Straßburg anreisen.
Die Debatten werden trotzdem stattfinden, Abstimmungen können jedoch nicht abgehalten werden, wie Jaume Duch, der Sprecher des Parlaments erklärt: “Es wäre ungerecht gewesen abzustimmen, denn ein Großteil der Abgeordneten aus Griechenland, Irland, Spanien oder den baltischen Ländern sind nicht in Straßburg, da es für sie unmöglich war, herzukommen.”
Ein Teil der anwesenden Abgeordneten zweifelt am Sinn einer Sitzung ohne Abstimmungen, andere, wie die schwedische Abgeordnete Cecilia Wikström, klagen über die schlechte Handhabung dieser Ausnahmesituation: “Es ist ein Witz. Ich fühle mich wie eine politsche Geisel, eingezwängt zwischen den Anfragen vom französischen Staat und dem Parlament. Es mangelt an Führung.” Ihr französischer Kollege Stephane Le Foll fügt hinzu:
“Diese Sitzung ist schon sehr merkwürdig, selbst für einen französischen Abgeordneten, der ohne allzugroße Probleme kommen konnte, obwohl es ein paar Zugverspätungen gab. Ich habe eine solche Sitzung nicht erwartet.”
Die Ironie des Schicksals ist, dass die Abgeordneten mit Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso über die Lage des Flugverkehrs in Europa beraten sollen, aber keine Beschlüsse verabschieden können. Ein ungewöhnlicher Vorschlag kommt von dem britischen Journalisten Jim Gibbons:
“Vielleicht sollten wir die Sitzung runter nach Spanien verlegen, wo der Himmel klar, das Meer warm ist und die Sonne scheint, dort könnten alle eine gute Zeit haben.”

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