Eilmeldung

Eilmeldung

Erste Bilanz nach Flugverbot

Sie lesen gerade:

Erste Bilanz nach Flugverbot

Schriftgrösse Aa Aa

Die Flugzeuge nehmen den Himmel wieder in Besitz. In Deutschland hat die Flugsicherung den Luftraum Mittwochmorgen komplett freigegeben, doch bis zur Normalisierung des Flugbetriebs wird es noch Tage vielleicht sogar Wochen dauern. Der Airline-Verband IATA beziffert die Verluste auf rund 1,3 Milliarden Euro. Die geplagten Reisenden am Flughafen London-Gatwick indes sind erleichtert: “Es ist ein riesiges Chaos, unvorstellbar, überall sitzen Menschen fest und wollen auf schnellstem Wege nach Hause.” Ein anderer Passagier fügt hinzu: “Wir sind sehr glücklich angekommen zu sein, nach der ganzen Hektik und dem Stress.”

Die Flugsicherheits-Organisation Eurocontrol zieht Bilanz, in den sechs Tagen mit Flugverbot fielen mehr als hunderttausend Verbindungen aus, Bryan Flynn, der stellvertretende Chef, erklärte: “Wir müssen uns zusammensetzen, sobald wieder Normalität eingekehrt ist, um zu prüfen, welche Lehren wir aus dieser Erfahrung ziehen können. Wir verfügen nun über ein großes Wissen, das zu Gunsten der europäischen und der Luftfahrt auf der ganzen Welt genutzt werden sollte.”

Laut den Meteorologen wird der Wind die Aschewolke in den kommenden Tagen hoch in die Arktis treiben. Der isländische Vulkan Eyjafjalla indes scheint sich zu beruhigen und hat seit Samstag 80% seiner Stärke eingebüßt.

Die internationale Zivilluftfahrtorganisation ICAO will demnächst weltweit gültige Standards für den Umgang mit Vulkanaschewolken ausarbeiten. Experten sollen festlegen, ab welcher Aschekonzentration eine Gefahr für die Triebwerke von Flugzeugen besteht.