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Fiat fährt überraschend Verluste ein

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Fiat fährt überraschend Verluste ein

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Katzenjammer bei Fiat: Der italienische Autobauer hat im ersten Quartal 2010 deutlich schlechter abgeschnitten als erwartet. Der Verlust betrug 25 Millionen Euro – Analysten hatten im Vorfeld mit einem Gewinn in Höhe von mehr als 50 Millionen Euro gerechnet. Allerdings schrieb der Konzern vor Steuern schwarze Zahlen und konnte bei den Verkaufseinnahmen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zulegen, von 11,3 auf 12,9 Milliarden Euro.

Die Zahlen ließen die Fiat-Aktie deutlich abrutschen. Kein guter Start also für den neuen Fiat-Chef: Der bisherige Verwaltungsratsvorsitzende Luca Cordero di Montezemolo will sein Amt abgeben, sein Nachfolger wird der 34-jährige John Elkann, der Enkel des verstorbenen Fiat-Patriarchen Gianni Agnelli. Elkann soll Fiat wieder nach vorne bringen, mit einer fünfjährigen Entwicklungsstrategie, die unter anderem die Abspaltung der Autosparte vorsieht. Damit will Fiat die Integration der US-Tochter Chrysler beschleunigen.

Aber auch von dort kommen schlechte Nachrichten. Seit dem Ende des Insolvenzverfahrens im vergangenen Sommer fuhr Chrysler einen Verlust von fast drei Milliarden Euro ein und zeigte sich nun erfreut darüber, dass der Fehlbetrag im ersten Quartal nur noch 146 Millionen Euro betrug.