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"Höhere Gewalt" - nicht mit Brüssel

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"Höhere Gewalt" - nicht mit Brüssel

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Die EU-Kommission hat die Airlines aufgefordert, die Rechte der Flugpassagiere einzuhalten. Zwar sei die Aschewolke ein Werk der Natur, trotzdem müssten sich alle Fluggesellschaften – stärker als bisher geschehen – an die in der EU geltenden Regeln halten.

So erhält ein Geschädigter entweder das volle Ticket samt Flughafensteuer erstattet. Will er die Reise dennoch antreten, muss ihm die Fluggesellschaft Bus, Bahn und wenn nötig auch das Hotel bezahlen.

Eine Sprecherin der Europäischen Kommission machte deutlich, dass die Regeln nicht verhandelbar sind. Man erwarte von den nationalen Behörden, dass die Gesetze eingehalten würden – was auf europäischer Ebene sehr genau verfolgt würde.

Da der Schaden für die Fluggesellschaften wohl weit höher als zunächst angenommen ist, forderte der Chef der Internationalen Flugtransport Vereinigung IATA die europäischen Regierungen auf, finanziell einzuspringen. Giovanni Bisignani zu Folge sei man zunächst davon ausgegangen, dass die Airlines Einkunftseinbußen von 200 Millionen Dollar pro Tag haben. Tatsächlich wird der Schaden nun auf etwa 1,26 Milliarden Euro beziffert.

Am Wochenende hatte es die stärksten Flug-Einschränkungen gegeben. Noch immer sind tausende Passagiere an europäischen Flughäfen gestrandet.