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Kirgistan: Bakijew gibt nicht auf

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Kirgistan: Bakijew gibt nicht auf

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Der gestürzte Präsident Kirgistans, Kurmanbek Bakijew, will nicht aufgeben. Erstmals seit seiner Flucht ins Exil vor sechs Tagen meldete er sich im weißrussischen Minsk zu Wort. Er erklärte, seine handschriftliche Rücktrittserklärung aus der vergangenen Woche nicht anzuerkennen. Die kirgisische Übergangsregierung bezeichnete er als “Banditen”.

“Ich rufe die Führer dieser Welt auf, keinen Präzedenzfall zu schaffen, und die illegitime Übergangsregierung nicht anzuerkennen”, so Bakijew in Minsk. “Ich bestehe auf einer interationalen Untersuchung. Die, die für den Tod von Menschen verantwortlich sind, müssen bestraft werden.”

Grund für die Entmachtung war ein Volksaufstand mit mehr als 80 Toten vor zwei Wochen. In Jala-Abad soll es erneut zu Ausschreitungen gekommen sein. Der Süden gilt als Hochburg Bakijews. Von dort war der Präsident geflohen. Seine Bodyguards feuerten in die Luft, als in der Stadt Osh Regierungsgegner eine Ansprache Bakijews stürmen wollten.

Die Übergangsregierung will Bakijew und mehrere seiner Angehörigen wegen Mordes vor Gericht stellen. Sie verspricht zudem freie Wahlen in dem verarmten zentralasiatischen Land. Moskau und Washington arbeiten inzwischen mit ihr zusammen.