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Weiter Unruhen in Kirgistan

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Weiter Unruhen in Kirgistan

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Die Übergangsregierung in Kirgistan bemüht sich weiter darum, die öffentliche Ruhe wieder herzustellen. Sie entsandte Soldaten und Panzerfahrzeuge in die Vorstädte der Hauptstadt Bischkek, in der Anhänger des gestürzten Präsidenten Kurmanbek Bakijew weiter versuchen, Grund und Boden unter ihre Kontrolle zu bringen und die Lage im Land zu destabilisieren. Bei neuen blutigen Unruhen sind in der zentralasiatischen Republik fünf Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden. Nach einem Treffen mit Kasachstans Ministerpräsidenten Karim Massimow sagte Kirgistans stellvertretender Regierungschef Almas Atambajew, die Regierung werde keine Waffen gegen friedliche Bürger einsetzen, es sei genug Blut geflossen. Er sei aber bereit, Napalm gegen Banditen einzusetzen, solange friedliche Bürger nicht verletzt würden. Ex-Präsident Bakijew erhielt gestern im autoritär regierten Weißrussland Exil. Die Unruhen waren wieder aufgeflammt, nachdem es zuletzt Gerüchte über eine mögliche Rückkehr Bakijews nach Kirgistan gegeben hatte. Die Übergangsregierung in Bischkek verlangte seine Auslieferung, damit er wegen Mordes vor Gericht gestellt werden könne. Die verarmte Ex-Sowjetrepublik kommt seit dem blutigen Umsturz vom 7. April nicht zur Ruhe. Die internationale Gemeinschaft sicherte Kirgistan Hilfe zu.