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Berlusconis Führungsstil unter Beschuss

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Berlusconis Führungsstil unter Beschuss

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Wortgefechte und Machtgerangel eskalieren in der Regierungspartei “Volk der Freiheit” von Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi. Dessen innerparteilicher Rivale Gianfranco Fini warf ihm erneut einen autoritären Führungsstil vor. In der Mitte-rechts Koalition gebe Berlusoni der rechtspopulistischen Lega Nord zuviel Gewicht, so der Vorwurf. Belusconi legte Fini daraufhin nahe, als Präsident der Abgeordnetenkammer zurückzutreten, um Politik zu machen – was Fini kategorisch ausschloss.

“Wie ich sehe, hast du deine Meinung komplett geändert,” erklärte Berlusconi. “Du warst es doch, der mir sagte: Erstens: Ich habe es bereut, bei der Entstehung der Partei “Volk der Freiheit” beteiligt gewesen zu sein. Zweitens: Ich will eine separate parlamentarische Gruppe gründen.”

Fini hatte vor einem Jahr seine Partei,
die postfaschistische Alleanza Nazionale in Berlusconis “Volk der Freiheit” integriert. Nun versucht er wohl, sich von seinem Rivalen abzugrenzen und politisch mehr Gewicht zu erhalten.