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Branchenübergreifend Verluste durch Luftraumsperrung

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Branchenübergreifend Verluste durch Luftraumsperrung

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Kaum beginnt sich der Luftverkehr zu normalisieren, ziehen die Fluggesellschaften Bilanz. Der Internationale Flugverband IATA geht von weltweit 1,7 Milliarden Dollar Verlusten für die Airlines aus. Art Torne, der New Yorker Vizepräsident der ohnehin angeschlagenen American Airlines zieht Vergleiche zu den Folgen des 11. Septembers 2001:

“Wir werden uns unmöglich von diesen Verlusten erholen können. Wir sind noch dabei, den gesamten finanziellen Schaden zu beziffern. Aber ich denke, IATA kommt mit ihren 1,7 Milliarden Dollar Verlusten unseren Zahlen wahrscheinlich sehr nahe.”

Der Präsident der spanischen Fluggesellschaft Air Europa, Juan José Hidalgo, wirft Politikern und Kontrollbehörden vor: “Wenn diese Leute solche Entscheidungen treffen, tut IHNEN das finanziell nicht weh. Sonst würden sie kaum solche Maßnahmen ergreifen.”

Schon werden Rufe nach Entschädigung laut. Vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung hieß es hingegen, Flugverbote seien das normale Risiko der Airlines.

Auch die Catering-Firmen beklagen Ausfälle:
“Wir haben in den vergangenen Tagen über sechseinhalb Millionen Euro verloren”, klagt ein Mitarbeiter von Servair. “Zum Glück haben wir eine solide finanzielle Basis, Servair kann damit umgehen. Aber es war schon verheerend und es war für alle am Markt schwierig.”

Fluggesellschaften, Tourismusveranstalter, oder Autobauer wie Opel und BMW, die wegen Lieferengpässen die Produktion drosseln müssen: Dieser Vulkanausbruch zieht ökonomisch weite Kreise.