Eilmeldung

Eilmeldung

Dicke Luft nach Flugverbot: Gestrandete wollen Geld

Sie lesen gerade:

Dicke Luft nach Flugverbot: Gestrandete wollen Geld

Schriftgrösse Aa Aa

In Europa heben die Flugzeuge wieder ab, der Betrieb lief fast normal, aber in die Luft gehen nun die, die tagelang am Boden bleiben mussten. Denn bei der Entschädigungsfrage sehen vor allem Billigflieger Spielraum nach unten. Gleichzeitig kritiseren die Airlines, dass sie für Schäden haften sollen, die sie nicht verursacht haben. Mittendrin: Die Passagiere.

“Die Flüge sind schon teuer genug, ich hoffe, dass die Fluggesellschaften sich um ihre Kunden kümmern!”, sagt ein Reisender in Madird. Ein anderer ist weniger beherrscht: “Das ist unzivilisiert! Du fliegst mit Ryanair, weil das billig ist, und dann musst Du 400, 500 Euro ausgeben, um hier zu bleiben oder nach Hause zu kommen, das ist ein Witz! Das sollten wir nicht mit uns machen lassen!”

Der irische Billigflieger hatte angekündigt, Auslagen nur bis zur Höhe des Ticketpreises zu ersetzen. Geschäftsfüher Michael O’Leary: “Wir haben uns nie geweigert, zu zahlen, wir haben nur vorgeschlagen, uns auf die Höhe dessen zu beschränken, was das Ticket gekostet hat. Wir ersetzen Auslagen, wenn sie im Rahmen sind, aber wir zahlen keine Entschädigungen. Dies ist laut EU-Recht nur Pflicht, wenn es sich um die Schuld der Airline handelt.”

Viele Fluglinien hatten die Behörden wegen des tagelangen Flugverbots kritisiert. Die ihnen entstandenen Kosten beziffert der Internationale Flugverband auf 1,3 Milliarden Euro. Als Passagier finden Sie Informationen zu ihren Rechten auf dieser Webseite der EU-Kommission:
http://ec.europa.eu/transport/passangers