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Erste Schritte zur Demokratisierung in Bischkek

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Erste Schritte zur Demokratisierung in Bischkek

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Während es im Süden Kirgistans noch zu vereinzelten Unruhen kommt, hat die Übergangsregierung in Bischkek erste Schritte zu einer Demokratisierung des zentralasiatischen Landes eingeleitet. So wird am 27. Juni über eine neue Verfassung abgestimmt, die hauptsächlich verhindern soll, dass ein Präsident wie in der Vergangenheit zum Alleinherrscher wird. Am 10. Oktober soll dann ein neues Parlament und ein neuer Staatschef gewählt werden.

Vor diesem Datum wird auch nicht mit einer Entscheidung in Sachen US-Militärstützpunkt gerechnet. Die amerikanischen Streitkräfte unterhalten im Norden die für den Afghanistan-Einsatz wichtige Basis Manas.

Der gestürzte Präsident Kurmanbek Bakijew erklärte unterdessen aus seinem weiß-russischen Exil, er stehe nach wie vor an der Spitze Kirgistans und wäge momentan seine nächsten Schritte ab.

Die Chefin der Übergangsregierung, Rosa Otunbajewa, sagte, sie wolle Bakijew daran erinnern, dass er selbst seine Rücktrittserklärung verfasst und unterschrieben habe.

Bei den Unruhen, die zum Sturz Bakijews führten, kamen mehr als achtzig Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt.