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Merkel lehnt sofortigen Abzug aus Afghanistan ab

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Merkel lehnt sofortigen Abzug aus Afghanistan ab

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Deutsche Soldaten kämpfen weiter in Afghanistan. Forderungen nach einem sofortigen Abzug  bezeichnete Bundeskanzlerin Angela Merkel als «unverantwortlich». Anlass für ihre Regierungserklärung waren zwei  Anschläge auf die Bundeswehr im Norden Afghanistans, bei der in den vergangenen Wochen sieben Soldaten gestorben waren.
 
In jüngsten Umfragen hatten sich 70 Prozent der Bundesbürger für einen schnellen Rückzug aus der Krisenregion ausgesprochen.
 
Merkel vor dem Bundestag: “Die internationale Gemeinschaft hat sich gemeinsam in Afghanistan engagiert. Sie wird sich auch gemeinsam zurückziehen. Alles andere hätte, davon bin ich überzeugt, schwerer wiegende Konsequenzen als die Anschläge vom 11. September 2001.”
 
Tags zuvor hatte US-General Stanley McChrystal die Deutschen auf ein entscheidendes Jahr für die Bundeswehr in Afghanistan eingeschworen.
 
Der Chef der internationalen Truppe warb vor allem für das riskante sogenannte “Partnering” -internationale Soldaten begleiten Afghanen auf Einsätzen, um ab 2011 ihren Rückzug einleiten zu können - wie von US-Präsident Barack Obama angepeilt.
  
Das Regionalkommando der Deutschen bezeichnete McChrystal als “extrem wichtig”, vor allem wegen einer neuen Nato-Versorgungsroute. Sie gilt als Schwachstelle der Allianz.