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Zweiter TV-Nahkampf der britischen Spitzenkandidaten

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Zweiter TV-Nahkampf der britischen Spitzenkandidaten

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Großbritanniens Spitzenkandidaten stehen in den Startlöchern für die zweite Fernseh-Debatte an diesem Donnerstagabend. Am Vortag des Dreikampfs bekam der Frontmann der Konservativen, David Cameron, in Cornwall erst einmal ein Ei aus der Menge nachgeworfen. Cameron nahm es mit Humor, wohl auch, weil das Ei ihn verpasste und den Bodygard erwischte: Er habe sein erstes Ei in diesem Wahlkampf abbekommen, erklärte er, und jetzt brauche er das erste Eis in diesem Wahlkampf.

Und kaufte sich ein Eis.

Konservative, Labour und Liberaldemokraten lagen in den jüngsten Umfragen alle recht knapp beieinander bei je um dreißig Prozent. Wobei Gordon Browns regierende Labour-Partei an dritter Stelle landete. Die Meinungsforscher rechnen damit, dass nach der Wahl am 6. Mai eine Koalition nötig werden dürfte. Und das sieht offenbar auch Brown so, der nun dem Spitzenkandidaten der Liberaldemokraten, Nick Clegg, Avancen machte und mit politschen Reformen winkt.

Clegg zeigte ihm aber die kalte Schulter und sprach von einer Verzweiflungstat. In der ersten Fernseh-Debatte vor einer Woche hatte er die beste Figur gemacht, weswegen heute die beiden anderen umso mehr versuchen werden, ihn an die Wand zu spielen. Beim letzten Dreikampf ging es um Innenpolitik, diesmal steht die Außenpolitik zur Debatte.