Eilmeldung

Eilmeldung

Dicke Luft bei Passagieren von Billiganbietern

Sie lesen gerade:

Dicke Luft bei Passagieren von Billiganbietern

Schriftgrösse Aa Aa

Die Lage an europäischen Flughäfen stabilisiert sich ganz allmählich. Bei tausenden betroffener Passagiere sorgt nun ein anderes Thema für Aufregung: Die Frage nach Entschädigungen und die Wut über das Krisenmanagement vieler Anbieter – nach sieben Tagen Unsicherheit auf den Flughäfen.

Stellt sich die Frage nach den Entschädigungen.
Was dürfen die Opfer erwarten? Jean-Philippe Ducart von der belgischen Verbraucherorganisation Test-Achats erklärt, “was die Rückführung und da besonders den Flug betrifft, so ist das im Paket inbegriffen. Normalerweise muss kein Zuschlag gezahlt werden, aber genau dort kommt es zu illegalen Praktiken.”

Einige Anbieter interpretieren die europäische Richtlinie von 1990 etwas freier, erklärt Alain Varenne von der belgischen Reiseanbieter-Vereinigung: “Wir Reiseanbieter müssen alles tun, um dem Kunden soweit wie möglich zu helfen. Wir müssen für ihn aufkommen. Aber jede Verantwortung hängt von der Tatsache ab, ob man juristisch den Fall “höhere Gewalt” akzeptiert. Wenn es sich darum handelt, ist niemand Schuld, und wenn niemand Schuld hat, gibt es keine Entschädigungen.”

Dicke Luft bei vielen Ryanair-Passagieren. Der Billiganbieter beruft sich auf höhere Gewalt, um weniger zu zahlen. Die Rüge aus Brüssel kam flugs: Gesetz ist Gesetz, daran will EU-Kommissar Siim Kallas nicht rütteln. Er wiederholte, “für Discount Fluggesellschaften gibt es keine Passagierrechte zu Discountpreisen. Alle Airlines haben gesetzliche Verpflichtungen gemäß dem EU-Recht.”