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Friedensprozess in Nordirland bedroht

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Friedensprozess in Nordirland bedroht

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Vor einer Polizeistation in Nordirland ist in der Nacht eine Autobombe explodiert. Zwei Menschen wurden verletzt und im Krankenhaus behandelt.
Die Bewohner umliegender Gebäude wurden vorübergehend in einer Schule untergebracht.

Vor derselben Polizeistation war am 13. April ein Sprengsatz in einem Wagen entdeckt und entschärft worden.

Der stellvertretende Vorsitzende der protestantischen Ulster Unionist Party, UUP, Danny Kennedy, forderte: “Wir müssen etwas tun. Das ist nun schon das zweite Mal. Wir können das nicht durchgehen lassen.”

Die Autobombe explodierte in der Stadt Newtownhamilton in der Grafschaft Armagh.

Am 12. April zündete eine IRA-Splittergruppe einen Sprengsatz vor der Zentrale des britischen Inlandsgeheimdienstes MI-5 in Nordirland.

Der Anschlag fiel auf den Tag, an dem die Befugnisse für Polizei und Justiz von Großbritannien auf Nordirland übergingen.

Beobachter befürchten, dass der Friedensprozess in der britischen Provinz durch die erneute Gewalt einen Rückschlag erleiden könnte. Einige Gruppierungen setzen wie früher die Untergrundorganisation Irisch-Republikanische Armee (IRA) auf den Kampf für den Anschluss Nordirlands an die Republik Irland.