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Schicksale von Mißbrauchsopfern

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Schicksale von Mißbrauchsopfern

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Verona ist weltbekannt durch eine große Liebe.
Jeder kennt Romeo und Julia. In dieser Stadt aber haben Kinder in einem Internat für Gehörlose Leid statt Liebe erfahren. 24 Priester waren am Mißbrauch oder dessen Vertuschung beteiligt.

Gianni Bisoli war 11 Jhre alt. Der Geistliche vergriff sich an ihm im Schlafsaal, auf der Toilette. Vier Jahre ging das so. Immer wieder. Und ein anderer Priester bedrängte den Jungen, auch ja zu schweigen.
Sein Mitschüler Dario Laiti verlangt heute Gerechtigkeit.

Vertuschen, verschweigen, auf dass nur ja kann Schatten falle auf die unfehlbare Moral der katholischen Geistlichkeit….
Auch in Deutschland wagen sich immer mehr Opfer an die Öffentlichkeit. Erst geriet das von Jesuiten geführte Canisius-Kolleg in Berlin in die Schlagzeilen, dann Internatsschulen in Bayern, jüngst auch die Hamburger Sankt Ansgar Schule.
Deren heutiger Direktor Friedrich Stolze sagt:
“Es ist ganz fürchterlich. Ich hatte die Mutter eines Opfers am Telefon, die mir sagte, ihr Sohn, er muß jetzt so um die 40 sein, leidet an einer schweren psychischen Erkrankung. Ich habe auch direkt mit dem Opfer gesprochen. Ich schäme mich für die Schule.. Es ist einfach nur fürchterlich.”

Jetzt werden auch Fragen laut nach der Verantwortung des heutigen Papstes.
1985 war Kurien-Kardinal Joseph Ratzinger für die Reinhaltung des katholischen Glaubens zuständig.
Und als solcher hat er sich der Amtsenthebung eines pädophilen Priesters in Kalifornien widersetzt. In diesem Brief begründete Ratzinger seine Haltung mit “Bedenken hinsichtlich der Folgen für die Weltkirche”.

Der damalige Bischof von Oakland, John Cummins, erinnert sich an die sehr zögerliche Haltung von Kardinal Ratzinger, der am liebsten von der ganzen Sache nichts wissen wollte. Und als er dann Papst wurde, habe er die Praxis seines Vorgängers Johannes Paul des Zweiten fortgesetzt, die darauf hinauslief: Man legt das Priestergewand nicht ab!: