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Auf dem Weg zur Zweidrittelmehrheit

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Auf dem Weg zur Zweidrittelmehrheit

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Der zweite Durchgang der ungarischen Parlamentswahlen an diesem Sonntag könnte für die rechtskonservative Partei FIDESZ unter Viktor Orban die Zweidrittelmehrheit bedeuten. Die absolute Mehrheit hatte sich der künftige Ministerpräsident bereits mit 53 Prozent im ersten Wahldurchgang am 11. April gesichert.

Mit oder ohne Zweidrittelmehrheit: Nach acht Jahren in der Opposition kehrt Viktor Orban an die Macht zurück.

Die regierenden Sozialisten wurden mit 19 Prozent abgestraft. Dafür konnte die rechtsextreme Partei “Jobbik” drittstärkste Kraft mit 17 Prozent werden.

Am Sonntag geht es jetzt hauptsächlich um die Abgeordneten in 56 noch nicht vergebenen Wahlkreisen, und in fast allen liegt FIDESZ in den Umfragen vorne.

Von der neuen Regierung erwarten sich die Menschen in erster Linie eine Verbesserung der wirtschaftlichen Situation. Im Februar hatte die Arbeitslosenquote in Ungarn mit 11,4 Prozent ihren höchsten Stand seit 1994 erreicht.

In den Schlangen der Jobcenter stehen immer mehr Ungarn mit einem Universitätsabschluss. Der Arbeitsmarkt hat keinen Platz für die vielen Akademiker.

Der zweite Wahlgang an diesem Sonntag, bei dem nur dort gewählt wird, wo es vor zwei Wochen kein eindeutiges Ergebnis gab, kann den Rechtsruck in Ungarn nur bestätigen.