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Türken gedenken armenischer Opfer

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Türken gedenken armenischer Opfer

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In Istanbul haben Menschenrechtler und Künstler an die armenischen Opfer der Massaker im Osmanischen Reich vor 95 Jahren erinnert. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Türkei, dass in dem Land öffentlich dieser Toten gedacht wird.
Die Türkei, Rechtsnachfolgerin des Osmanischen Reichs, lehnt den Begriff des Völkermords für die Verbrechen an den Armeniern während des Ersten Weltkrieges ab.  
 
Nach armenischen Angaben kamen 1,5 Millionen Armenier im Osmanischen Reich ums Leben. Die Türkei spricht von höchstens einer halben Million. Die christlichen Armenier hätten an der Seite des Kriegsgegners Russland gestanden und seien daher bei Kriegshandlungen getötet worden und nicht bei einem Völkermord, so der türkische Standpunkt.
 
In der armenischen Hauptstadt Eriwan zogen zehntausende Menschen zu einem Denkmal für die Opfer der Verbrechen im Osmanischen Reich.
 
Der armenische Präsident Sersch Sarkassjan sagte, die Massaker müssten international als Völkermord anerkannt werden. Einige Länder wie die USA und Frankreich haben dies bereits getan.