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G-20 uneins über weltweite Bankenabgabe

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G-20 uneins über weltweite Bankenabgabe

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Die Länder der G-20-Gruppe suchen weiter eine gemeinsame Haltung, was eine weltweite Bankenabgabe angeht. Das Treffen ihrer Finanzminister und Notenbankchefs in Washington brachte keine Einigung darüber, wie die Banken an den Folgen der Finanzkrise beteiligt werden könnten. Trotzdem hofft zum Beispiel Deutschland weiter auf einen Beschluss beim Gipfeltreffen der G-20 – der zwanzig wirtschaftlich führenden Länder – im Juni in Kanada.

Eine Rolle spielte beim Finanzministertreffen auch die Lage in Griechenland, nach dessen offizieller Bitte um Hilfe in der Schuldenkrise. Daheim in Europa wird darüber ebenfalls diskutiert: Deutschland zum Beispiel will von Griechenland zuerst einmal ein weiteres Sparprogramm sehen.

“Ich habe deutlich gemacht, dass eine Entscheidung über Umfang, Art und andere Fragen erst möglich ist”, sagt die deutsche Kanzlerin Angela Merkel; “wenn dieses Programm vorliegt und gleichzeitig dann auch eine Bewertung vorgelegt wird der Europäischen Zentralbank und des Internationalen Währungsfonds, die deutlich macht: Es geht hier um
die Stabilität des Währungsraums insgesamt, also des Euro.”

Diese Bewertung – samt der Feststellung, dass der Euro an sich gefährdet sei, nicht nur der griechische Haushalt – ist die Voraussetzung.

Die Hilfen der Euroländer sollen für dieses Jahr dreißig Milliarden Euro betragen. Vom Währungsfonds kämen bis zu fünfzehn Milliarden Euro hinzu. Das Geld würde als Kredit gezahlt, aber zu günstigeren Zinsen als normal. Deutschland müsste dann gut acht Milliarden Euro tragen,
Österreich etwa ein Zehntel dieser Summe.