Eilmeldung

Eilmeldung

Kontroverse Rechtspolitikerin will Präsidentin in Österreich werden

Sie lesen gerade:

Kontroverse Rechtspolitikerin will Präsidentin in Österreich werden

Schriftgrösse Aa Aa

Am Sonntag wählt Österreich einen neuen Präsidenten.

Herausforderin des sozialdemokratischen Amtsträgers Heinz Fischer ist die kontroverse Rechtsaußen-Politikerin Barbara Rosenkranz.

Die Mutter von 10 Kindern aus Niederösterreich ist Kandidatin der FPÖ, und gilt als Holocaust-Zweiflerin und extrem wertkonservativ.

Bei einem ihrer letzten Wahlkampfauftritte waren die Protestrufe von Gegendemonstranten nicht zu überhören, als sie sagte:

“Ich fühle mich überaus bestätigt darin: zwischen der politischen Klasse – und bitte schauen Sie sie diesen Anhang an – und der Bevölkerung, den Bürgern besteht eine Riesenkluft.”

In Meinungsumfragen liegt Rosenkranz bei 17 Prozent, es wird eine deutlich schwächere Wahlbeteiligung als bei der Abstimmung 2006 erwartet.

Bundespräsident Heinz Fischer schlug in seinem Wahlkampf staatstragende und überparteiliche Töne an – nicht zuletzt haben Österreichs Konservative von der ÖVP und auch die Grünen keinen Kandidaten ins Rennen geschickt.

Bei seinem letzten Auftritt im Festsaal der Wiener Hofburg forderte Fischer die Österreicher auf, zur Wahl zu gehen.

Dritter Bewerber um das Präsidentenamt ist Rudolf Gehring von der nicht im Parlament vertreteten Christlichen Partei Österreichs, ihm werden nur geringe Chancen eingeräumt.