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Österreicher wählen Bundespräsidenten

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Österreicher wählen Bundespräsidenten

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In Österreich wird heute der neue Bundespräsident gewählt. Dazu sind gut sechs Millionen Österreicher aufgerufen.

Als haushoher Favorit für das Amt in der Wiener Hofburg geht der Amtsinhaber Heinz Fischer ins Rennen. Weil die konservative Volkspartei ÖVP dem Sozialdemokraten das Feld überliess und auf einen eigenen Kandidaten verzichtete, gilt sein Sieg als sicher. Umfragen zufolge könnnte er 80 Prozent der Stimmen erhalten.

Auf Platz zwei wird demzufolge die zehnfache Mutter Barbara Rosenkranz kommen, die für die FPÖ
antritt. Sie steht für EU-feindliche Ansichten und eine erzkonservative Familienpolitik. Dritter Bewerber ist Rudolf Gehring von der CPÖ, der Christlichen Partei Österreichs.

An dieser Wahl dürfen zum ersten Mal schon Jugendliche ab sechzehn Jahren teilnehmen. Die
Abstimmung ist andererseits die erste Präsidentenwahl, bei der im gesamten Bundesgebiet keine Wahlpflicht mehr besteht. Die große Ungewissheit ist dann auch die Wahlbeteiligung – nach einem sehr unauffälligen Wahlkampf und angesichts des quasi feststehenden Ausgangs.

Der Bundespräsident, der für sechs Jahre gewählt wird, vertritt Österreich nach außen. Er ernennt die Regierung und entlässt sie auch. Außerdem ist er
Oberbefehlshaber des Bundesheers und kann Häftlinge begnadigen.

Klar geregelt ist, dass der Bundespräsident Österreich nach außen vertritt, Staatsverträge abschließt, Oberbefehlshaber des Bundesheeres ist. Außerdem ernennt er die Bundesregierung und entlässt sie auch. Der Präsident ist allerdings andererseits zumeist an Vorschläge der Regierung gebunden.