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"Kondom Benedikt": Britische Regierung zerknirscht

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"Kondom Benedikt": Britische Regierung zerknirscht

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Der Papst ist Opfer eines Dummejungen-Streichs geworden. Peinlich für die Regierung Brown: Die dummen Jungs sitzen im britischen Außenministerium.

Ministerialbeamte hatten ein „ideales Programm“ für Benedikt XVI erarbeitet, wenn er im September Grossbritannien besucht. Dazu zählten unter anderem die Einweihung einer Abtreibungsklinik oder die Segnung einer Homosexuellen-Ehe. Ausserdem auf der Vorschlagsliste: Der Rausschmiss windiger Bischöfe, die mit Kindesmissbrauch zu tun hatten, ein Duett mit der Queen und Kondome der Marke “Benedikt”.

Dann machten die Jungs “Klick” und schickten das Memo an führende Beamte im Regierungsapparat. Von da sickerte es zur Zeitung “Sunday Telegraph.” Mindestens einer der Urheber wurde bereits versetzt.

Mann und Frau auf der Straße nehmen das Ganze ziemlich gelassen.

“Das ist ziemlich typisch für den öffentlichen Dienst,” so ein Passant, “anstatt so jemanden zu entlassen oder zumindest zu beurlauben, wird er nur in eine andere Abteilung oder anderen Teil der gleichen Abteilung versetzt. Das finde ich irgendwie enttäuschend”.

“Mich bringt das nicht aus dem Häuschen”, sagt eine Frau, “ich glaube, es war am Anfang nur ein dusseliger Kommentar, wahrscheinlich so eine Art internes Gedankenspiel. Ich finde, das sollte nicht so massiv geahndet werden. Es gibt genug Kontroversen um die katholische Kirche, wirklich, man sollte das wahrscheinlich einfach nur so durchgehen lassen.”

Für die Papst-Verulkung – so es nennt es Radio Vatikan – hat sich das britische Außenministerium inzwischen offiziell entschuldigt.