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Ungarn: Runde zwei der Rechtsruck-Parlamentswahl

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Ungarn: Runde zwei der Rechtsruck-Parlamentswahl

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Die Parlamentswahl in Ungarn geht in die zweite Runde: In knapp einem Drittel der Wahlkreise war das Rennen nach dem ersten Durchgang vor zwei Wochen noch offen – heute fällt auch hier die Entscheidung.

Fest steht aber jetzt schon, dass die konservative Partei Fidesz von Viktor Orbán diese Wahl klar gewinnt – im ersten Wahlgang hatten rund 53 Prozent der Wähler für Fidesz gestimmt.

In Umfragen hatten sich die Ungarn mehrheitlich für eine Zweidrittel-Mehrheit ausgesprochen, zum Beispiel Peter Varnai: “Das wäre das Beste. Das würde die Entscheidungen beschleunigen, die Regierung müsste nicht so viel Zeit verplempern.”

Der Erdrutsch nach rechts hatte nicht nur die Sozialisten (MSZP) die Regierung gekostet – sie verloren mehr als die Hälfte ihrer Wähler und erreichten nur noch gut 19 nach 46 %.

Die rechtsextreme Partei Jobbik (“Das bessere Ungarn”) zog mit knapp 17 Prozent auf Anhieb ins Parlament ein.

Jobbik ist der politische Arm der paramilitärischen
Neue Ungarischen Garde. Sie agiert bei Veranstaltungen der Jobbik als Saalschutz.

Jobbik will Großungarn wiederherstellen und
knüpft in Rhetorik, Symbolik und Selbstdarstellung an die nationalsozialistischen Pfeilkreuzler an, die in Ungarn während der Besatzung durch Nazi-Deutschland 1944 und 1945 herrschten.