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24 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl

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24 Jahre nach dem Super-GAU von Tschernobyl

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Es war der Super-GAU, der größte anzunehmende Unfall: Am 26. April 1986, vor 24 Jahren, explodierte der Reaktorblock 4 des Kernkraftwerkes Tschernobyl in der Ukraine. Tausende wurden durch die Strahlenbelastung getötet, noch heute leiden die Menschen an den Spätfolgen. Bis zu 25.000 Menschen sind nach Angaben von Nichtregierungsorganisationen an den Folgen des Unglücks gestorben, die Vereinten Nationen sprechen von 4000. Noch immer bedroht die Strahlung die Menschen in der Region, Experten befürchten einen Einsturz des Sarkophags, der um die Ruine errichtet wurde. Jetzt soll eine neue Schutzhülle gebaut werden, mehr als 100 Meter hoch und 200 Meter breit. Bis 2013 soll das größte bewegliche Gebäude der Welt fertiggestellt sein.

Europaweit finden zahlreiche Protest- und Gedenkveranstaltungen statt. Bereits am Samstag bildeten in Deutschland rund 100.000 Atomkraftgegner eine 120 Kilometer lange Menschenkette zwischen den Meilern Brunsbüttel und Krümmel, um gegen die Atompolitik der schwarz-gelben Bundesregierung zu demonstrieren.