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Barmherziger Samariter niedergestochen

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Barmherziger Samariter niedergestochen

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Im New Yorker Stadtteil Queens ist ein Obdachloser zwei Stunden nach einer Messerattacke gestorben. Dutzende Fußgänger gingen an dem Sterbenden vorbei. Das wäre an sich keine Nachricht, – schließlich sind auf dem Bürgersteig sterbende Obdachlose für Queens kein unüblicher Anblick – hätte der Mann nicht versucht, einer Frau zu helfen, die bedroht wurde. Der Angreifer stach ihn nieder. Die Geschichte vom modernen “Barmherzigen Samariter”, der für seine Zivilcourage mit dem Tod bezahlt, rührt selbst die New Yorker.

“Das ist unmenschlich! Die Leute kümmern sich nicht. Sie denken, der ist vielleicht besoffen. Es interessiert sie nicht, ob er verletzt ist”, klagt eine Frau. “Ich verstehe nicht, wie man an jemandem, der offensichtlich Hilfe braucht, vorbeigehen kann. Das ist verrückt!” schimpft Cory Scott.

Wie aus den Aufzeichnungen einer Überwachungskamera hervorgeht, gehen innerhalb von zwei Stunden 25 Passanten an dem leblosen Körper vorüber. Ein Mann machte sogar eine Handy-Aufnahme von dem Niedergestochenen und ging dann weiter.

Das Opfer ist ein Einwanderer aus Guatemala, der kürzlich seinen Job verlor.