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Erdrutschsieg für al-Baschir

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Erdrutschsieg für al-Baschir

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Der sudanesische Präsident Omar al-Baschir hat die Präsidentschaftswahl klar gewonnen. Nach Angaben der Staatlichen Wahlkommission erhielt 68 Prozent der Stimmen. Allerdings hatten die meisten Bewerber aus den Reihen der Opposition kurz vor den Wahlen ihre Kandidatur aus Protest gegen Manipulationsversuche zurückgezogen.

Die Wahlen galten als wichtiger Meilenstein im Friedensprozess nach dem 2005 beendeten Bürgerkrieg zwischen Nord- und Südsudan. Im Südsudan wurde Salva Kiir als Präsident der halbautonomen Region wiedergewählt. Im kommenden Jahr soll dort eine Volksabstimmung über die Unabhänigkeit der Region stattfinden. Kiir ist auch Vizepräsident der durch den Friedensvertrag festgelegten Übergangsregierung.

Zum ersten Mal seit 24 Jahren hatten die Sudanesen die Möglichkeit auch für Kandidaten und Parteien zu stimmen, die nicht der Regierung nahestanden. Neben der Präsidentschaftswahl wurden auch das Parlament und die Gouverneure der Regionen gewählt. Diese Ergebnisse liegen noch nicht vor. Wahlbeobachter von EU und USA kritisierten, dass der Urnengang nicht internationalen Standards entsprochen habe.