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Heinz Fischer wiedergewählt

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Der Sozialdemokrat Heinz Fischer ist als Präsident Österreichs wiedergewählt worden.

Die christdemokratische Volkspartei ÖVP hatte keinen Kandidaten ins Rennen geschickt, aber auch keine Wahlempfehlung für Fischer abgegeben.

Die ÖVP wollte dadurch offenbar die Große Koalition in der Alpenrepublik nicht belasten.

“Wir werden sicher diskutieren”, so Heinz Fischer, “ob es klug ist,wenn führende Personen im Staat bei einer Wahl des Präsidenten sagen, man soll weiss wählen oder man soll gar nicht wählen, aber das schmälert meine Freude über den hohen Prozentsatz in keiner Weise.”

78,9 Prozent der Wähler entschieden sich für Fischer, die umstrittene Rechtsaußen-Kandidaten Barbara Rosenkranz von der FPÖ blieb mit 15,6 Prozent hinter den Erwartungen zurück.

Die 51-jährige hatte mit unklaren Positionen zum Nationalsozialismus und zu den NS-Verbotsgesetzen in Österreich für Empörung gesorgt.

Ihr Parteichef vermutet Stimmungsmache gegen sie als Grund für ihr Abschneiden:

“Angesichts dieser unglaublichen medialen Hetzjagd und Hexenjagd, die sie erleben musste, kann ich nur sagen, sie hat menschlich wahnsinnig viel durchmachen müssen, wenn ihre Familie in den Dreck gezogen wurde, wenn man ihr Dinge unterstellt hat, die sie nie gesagt hat, so kann ich nur sagen: grössten Respekt angesichts dieser Hexenjagd ein beachtlicher Erfolg.”

Die Wahlbeteiligung war enttäuschend gering: 49,2 Prozent – so wenig wie noch nie zuvor bei einer Bundespräsidentenwahl in Österreich.