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Konservative triumphieren in Ungarn

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Konservative triumphieren in Ungarn

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So triumphal ist selten einer an die Macht zurückgekehrt: Viktor Orbán wird nach dieser Parlamentswahl wieder Ungarn regieren, wie schon einmal bis 2002.

Die jetzige Stichwahl hat den überdeutlichen Sieg seiner konservativen Fidesz-Partei noch besiegelt, nachdem acht Jahre lang die Sozialisten an der Macht waren.

Im Parlament hat Fidesz jetzt eine Zweidrittelmehrheit und damit alle Möglichkeiten. Orbán verspricht trotzdem eine Zusammenarbeit. Gemeinsam, sagt er vor seinen Anhängern, werde man Ungarn wieder aufbauen und stark machen.

Fast alle Sitze in der Stichwahl gingen an Fidesz: Die Partei hat jetzt 263 Abgeordnete. Die Sozialisten sind weit abgeschlagen mit 59 Sitzen; die rechte Jobbik-Partei hat 47 Sitze, 16 gehen an die Umweltpartei LMP.

Jobbik ist zum ersten Mal im Parlament; die Partei ist vor allem bekannt durch ihren Hass auf Juden und Roma. Der Jobbik-Vorsitzende Gábor Vona macht gleich klar, wie er die Lage sieht: Das Land sei politisch, moralisch und wirtschaftlich nahezu zusammengebrochen, sagt er; die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden.

Erst vor anderthalb Jahren musste Ungarn durch ein Hilfspaket gerettet werden. Viele der damaligen Probleme sind aber weiterhin da, wie eine hohe Verschuldung. Die Zweidrittelmehrheit im Parlament kann Viktor Orbán allerdings manches einfacher machen.