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Goldman Sachs vor Untersuchungsausschuss

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Goldman Sachs vor Untersuchungsausschuss

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Goldman Sachs will den Betrugsverdacht nicht auf sich sitzen lassen. Vor einem Untersuchungsausschuss des US-Senats wiesen Vertreter der Investmentbank am Dienstag die Vorwürfe entschieden zurück. Goldman Sachs soll 2007 auf fallende Immobilienwerte gesetzt, den Kunden aber gleichzeitig Hypothekenpapiere verkauft haben. Ausschussvorsitzender Carl Levin zeigte sich stren: “Wenn ein Banker schon Fehler macht, dann darf er doch niemals den Fehler machen, seinen Kunden Investitionen anzubieten, von denen er selbst nicht überzeugt ist.” Und noch deutlicher wurde Senatorin Claire McCaskill: “Das ist keine geschäftliche, tragfähige Investition, das ist Glücksspiel, einfaches, simples, pures Glücksspiel.”

Das Goldman-Sachs-Management verwahrte sich gegen die Vorwürfe – auch Fabrice Tourré, ironisch “Fabulous Fab” genannt. Er soll das Geschäft eingefädelt haben. “Ich war ein Vermittler zwischen sehr erfahrenen, professionellen Investoren in Institutionen”, sagte er. “Keiner meiner Klienten war ein Einzelinvestor. Die Produkte, mit denen ich gearbeitet habe, haben genau den Bedürfnissen dieser institutionellen Investoren entsprochen.”

Die Betrugsvorwürfe belasten den gesamten Bankensektor. Die US-Börsenaufsicht hatte vor rund zwei Wochen Klage gegen Goldman Sachs eingereicht. Unter den Geschädigten soll sich auch die deutsche Mittelstandsbank IKB befinden.