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Hilfe für die Ärmsten der Welt

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Hilfe für die Ärmsten der Welt

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Armut und Hunger zurückdrängen, eine allgemeine Grundausbildung sichern, Krankheiten bekämpfen: das sind nur einige Ziele der Internationalen Gemeinschaft für die ärmsten Länder. Welche Rolle aber spielt dabei Europa?

Die Kluft zwischen reichen und armen Ländern zu verringern: das haben sich die Vereinten Nationen bis 2015 im Rahmen der “Jahrtausendziele für Entwicklung” vorgenommen. Europa bleibt dabei der wichtigste Spender: Mit 49 Milliarden Euro im Jahr 2009 liegt die Hilfe aus Europa über dem weltweiten Durchschnitt. Aber im Vergleich zu früheren Jahren besteht die Gefahr einer Verlangsamung.

49 Milliarden Euro entsprechen 0,42 Prozent des europäischen Bruttoinlandsprodukts. Europa will diesen Anteil 2010 auf 0,56 Prozent erhöhen, bis 2015 auf 0,7 Prozent. Um sicherzustellen, dass jedes Land dieses Ziel erreicht, schlägt EU-Entwicklungskommissar Andris Piebalgs vor, nationale Aktionspläne zu erstellen, die von der Kommission geprüft und auf den EU-Gipfeln diskutiert werden sollen: “Ich denke, 0,7 Prozent sind ein gutes Ziel”, so Piebalgs, “aber es wird nicht ausreichen, um alle Probleme der Entwicklungsländer zu lösen. Wir haben Fortschritte gesehen, aber wir bemerken auch, dass die Finanzkrise eine große Herausforderung ist. Darum meint die Kommission, dass wir neue Geldquellen brauchen, weil wir mehr Mittel benötigen werden.”

Wegen der Wirtschaftskrise haben einige Länder wie Italien und Deutschland ihre Hilfsleistungen reduziert – und das ist im EU-Gesamtbudget für Entwicklungshilfe deutlich zu spüren. 2010 ist ein Schlüsseljahr für Entwicklungshilfe: Im September soll in New York ein Gipfel stattfinden, der sich mit den “Jahrtausendzielen für Entwicklung” befasst. Dann müssen die Staaten über ihre Aktivitäten berichten.