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Russlnad und Ukraine machen ein Geschäft zum gegenseitigen Vorteil

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Russlnad und Ukraine machen ein Geschäft zum gegenseitigen Vorteil

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Seit 1783 ankern russische Kriegsschiffe im Hafen von Sewastopol. Der berühmte Graf Potjomkin hatte die strategisch wichtige Halbinsel im Schwarzen Meer für seine Zarin Katharina II. annektiert. 1921 wurde die Krim autonome Republik innerhalb Sowjet-Russlands, 1941 bis 1944 von der Hitler-Wehrmacht besetzt, nach dem Sieg der Roten Armee zehn Jahre lang eine einfache Provinz innerhalb der Russische Sozialistischen Sowjetrepublik.
Dann kam nach Stalins Tod der Ukrainer Nikita Chruschtschow an die Macht, der die Krim 1954 seiner Heimat-Republik zuschlug.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion 1991 wurde deren “Schwarzmeer-Flotte” zwische Russland und der Ukraine aufgeteilt. Ein Vertrag, geschlossen 1997 unter Pràsident Jelzin, sicherte der russischen Flotte für 20 Jahre die Nutzung des Militärhafens von Sewastopol zu.
Seither gab es Streit – umso wichtiger nahm man im Kreml den Besuch des neuen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowitsch.
Dessen russischer Kollege Dimitri Medwedew betonte dabei, er erwarte nun neue Dynamik in den beiderseitigen Beziehungen.

Damit scheint er Recht zu behalten – nach dem einfachen Prinzip des gegenseitigen Vorteils.
Der eine hat Öl und Gas – der andere den strategisch wichtigen Hafen.
Künftig wird die Ukraine also nur 334 Dollar für tausend Kubikmeter russisches Gas zahlen.
Das sind 30 Prozent weniger als bisher.
Solcherart wirtschaftlich stabilisiert gilt die Ukraine nun auch als kreditwürdig – die Rede ist von einem 9-Milliarden-Euro-Kredit vom Internationalen Währungsfond. Und damit könnte man z.B. die schon seit Zarenzeiten berühmten Kurorte auf der Krim für internationales Publikum attraktiv machen.