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Streiks in Griechenland gegen Sparpläne

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Streiks in Griechenland gegen Sparpläne

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Während in Europa über Milliardenhilfen für
Griechenland diskutiert wird, sorgen die Sparpläne der griechischen Regierung weiter für Proteste in dem hochverschuldeten EU-Land. Angestellte des öffentlichen Nahverkehrs legten für sechs Stunden die Arbeit nieder. Unterdessen verhandelt Griechenland weiter mit dem Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Union und
der Europäischen Zentralbank über das Hilfspaket im Umfang von 45 Milliarden Euro.
Ministerpräsident Giorgios Papandreou erklärte vor seiner sozialistischen Parlamentsfraktion, das Land erlebe die schwerste Krise seit Jahrzehnten. Die an den Verhandlungen Beteiligten hätten eine Verantwortung von geradezu historischem Ausmaß. Es gehe um die Zukunft der Griechen und ganz Europas.
Der jüngsten Umfrage zufolge wird das geplante Sparpaket von mehr als 60 Prozent der Bürger abgelehnt.
“Was sollen wir tun?”, sagte ein Mann in Athen: Etwa auf dem Sofa sitzen und im Internet protestieren? Junge Leute könnten das vielleicht, aber für die Arbeiter sei ein Streik die einzige Möglichkeit.
Die Proteste und Streiks müssten sein, stellte ein anderer fest: “Wir müssen alle etwas tun, alle müssen handeln.” Denn soweit er sehen könne, führe die Regierung die Griechen an den Rand eines Abgrunds.
In den griechischen Medien hieß es, die Sparmaßnamen dürften sogar noch härter ausfallen als bisher geplant. Zahlreiche Gewerkschaften kündigten weitere Streiks für Anfang Mai an.