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Finanzwelt gegen Osborne

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Finanzwelt gegen Osborne

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Gut eine Woche vor der Parlamentswahl in Großbritannien müssen die konservativen Tories um die Unterstützung des Bankensektors fürchten. Eine Umfrage der Financial Times unter fast 30 führenden Finanzmanagern des Landes ergab, dass sie den Kandidaten der Tories für das Amt des Schatzkanzlers, George Osborne, ablehnen. Sie kritisieren vor allem dessen mangelnde Erfahrung und seine harte Haltung im Hinblick auf Bankenbesteuerung und Boni. Den derzeitigen Schatzkanzler Alistair Darling von der Labour-Partei halten die Spitzen-Banker hingegen für äußerst kompetent. Sie würdigten vor allem sein Management angesichts der Finanz- und Wirtschaftskrise. Darling sei immer auf dem Stand der Dinge, er höre aufmerksam zu und sei integer, hiess es in der anonymen Umfrage im Londoner Finanzviertel, der sogenannten City. Die Konservativen wollen der britischen Notenbank wieder mehr Regulierungsbefugnisse über den Bankensektor zusprechen, die Finanzwelt lehnt das ab. Unterdessen sagte der Spitzenkandidat der Liberaldemokraten, Nick Clegg, er schließe eine Koalition mit Labour nicht aus; allerdings unter der Voraussetzung, dass Gordon Brown nicht mehr Premierminister wird. Die Briten wählen am 6. Mai ein neues Parlament.