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Frankreich: Kein Pardon für Noriega

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Frankreich: Kein Pardon für Noriega

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Panamas Ex-Diktator Manuel Noriega wird in Frankreich hinter Gittern auf seinen Prozess warten müssen. Der Antrag seiner Anwälte, ihn auf Kaution freizulassen, scheiterte vor Gericht. Sie wollen nun Berufung einlegen. Noriega war am Montag von den USA an Frankreich ausgeliefert worden. Dort soll ihm in den kommenden zwei Monaten wegen Geldwäsche der Prozess gemacht werden. Der einstige starke Mann von Panama pocht auf seinen Status als Staatschef und Kriegsgefangener, den ihm ein US-Gericht zuerkannt hatte.

Sein Anwalt erklärte, das französische Gericht erkenne Noriegas Status als früheres Staatsoberhaupt an, trage aber nicht seiner Immunität Rechnung. Deshalb habe Frankreich nicht das Recht, Noriega zu richten, solange es ihn als Staatsoberhaupt ansehe.

In den USA hatte Noriega zuvor 17 Jahre wegen Drogenhandels und Geldwäsche im Gefängnis gesessen und war wegen guter Führung vorzeitig entlassen worden. In Frankreich war er Ende der neunziger Jahre in Abwesenheit bereits zu zehn Jahren Haft wegen Geldwäsche verurteilt worden.