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Griechenland noch zu retten?

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Griechenland noch zu retten?

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Druck auf Griechenlands Regierung von der Straße – und von den Märkten: Wieder demonstrierten Tausende gegen die Sparmaßnahmen im öffentlichen Dienst, Verkehrsmittel in Athen wurden lahmgelegt und weitere Streiks angekündigt. Am 5. Mai wollen die beiden größten Gewerkschaften des öffentlichen und privaten Sektors gemeinsam streiken. 60 Prozent der Griechen sind laut Umfrage gegen das Sparprogramm der Regierung.

Hinzu kam, dass die Ratingagentur Standard & Poor’s an diesem Dienstag die Kreditwürdigkeit Griechenlands auf Ramsch-Niveau herabstufte. Dies sorgte bei Bürgern und Regierung für Aufregung:

“Es ist klar, dass die Herabstufung nicht den wahren Stand der Wirtschaft, der steuerlichen Situation und der laufenden Verhandlungen widerspiegelt. Und auch nicht unsere realistischen Aussichten auf einen baldigen, erfolgreichen Abschluss der Gespräche mit der EU und dem Weltwährungsfonds”, beeilte sich Finanzminister Giorgos Papakonstantinou
zu versichern.

Mit der Herabstufung wird es für Griechenland noch schwieriger, international an bezahlbare Kredite zu kommen. Dass auch Portugal herabgestuft wurde, schürte Ängste vor einer Kettenreaktion und ließ den Kurs des Euros zunächst fallen. Die Entscheidung über die Millarden-Hilfe von Europartnern und IWF soll laut EU-Währungskommissar Olli Rehn Anfang Mai fallen. Derweil werden die Rufe lauter, dass auch die Gläubigerbanken – unter anderem in Deutschland – auf Forderungen verzichten.