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Kreditwürdigkeit Portugals und Spaniens herabgesetzt

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Kreditwürdigkeit Portugals und Spaniens herabgesetzt

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Nach Portugal ist nun auch Spanien in seiner Kreditwürdigkeit herabgestuft worden, und viele Experten und Politiker fürchten einen Dominoeffekt in der Eurozone: Vorangegangen war Griechenland, und wie portugiesische Medien hervorheben, ist
Portugal nun auf das Niveau gerutscht, auf dem Griechenland ein Hilfeersuchen gestellt hatte,
nämlich auf A- im System der Ratingagentur Standard & Poor’s. Die griechischen Staatsanleihen stehen nur noch auf Ramsch-Niveau. Spanien steht zwar auch jetzt noch weit darüber, doch die Herabstufung sorgt für weitere Unruhe.
Portugals Ministerpräsident Jose Socrates von den Sozialisten und der konservative Oppositionsführer Pedro Passos Coelho zeigten bei einem Treffen Geschlossenheit: “Wir sind übereingekommen, im Kampf gegen die Spekulation zusammenzuarbeiten”, erklärte Socrates. “Gemeinsam werden wir die besten Mittel finden, um die gegenwärtige Lage zu bewältigen.”
Der portugiesische Finanzminister sprach von einem “Angriff der Märkte” auf sein Land.
Analysten bewerteten die Lage unterschiedlich.
David Schnautz von der deutschen Commerzbank sagte: “Aus der Sicht des Marktes ist im Moment ganz klar die Angst, dass es nicht bei Griechenland bleibt, dass Portugal als das aus Marktsicht zweitschwächste Glied der Kette, das steht jetzt in der Schusslinie.”
Wie zuvor schon Griechenland kündigte Portugals Regierung einen strikten Sparkurs an. Das Haushaltsdefizit ist in Portugal allerdings niedriger als im krisengeschüttelten Griechenland.