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Merkel kritisiert Aufnahme Griechenlands in den Euro-Raum

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Merkel kritisiert Aufnahme Griechenlands in den Euro-Raum

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Berlin spielt in der Griechenland-Krise eine Hauptrolle: Das Zögern von Kanzlerin Angela Merkel bei der Gewährung der Milliardenhilfen für Athen hat für Irritationen gesorgt. Nun forderte Merkel, die Verhandlungen über das Hilfspaket rasch abzuschließen – und sie gestand Fehler bei der Aufnahme Griechenlands in die Euro-Zone ein. “Wie wir jetzt gerade im Euroraum sehen, war die Aufnahme Griechenlands im Jahr 2000 sicherlich noch nicht auf nachhaltigen Faktoren gegründet”, meinte sie. “Und das macht sich in einer Krisensituation in besonders schwieriger Weise bemerkbar.”

Unterstützung erhofft sich Merkel von EZB-Chef Jean-Claude Trichet und IWF-Direktor Dominique Strauss-Kahn, die mit Bundestagsangeordneten zusammentrafen. Dabei versuchte Strauss-Kahn, die nervösen Märkte zu beruhigen. Es gehe um Kredite für Griechenland, sagte er, und es habe bislang kein IWF-Programm gegeben, bei dem die Kredite nicht zurückgezahlt worden seien. Aber auch er drängte auf rasches Handeln: “Je schneller, desto besser. Jeder verlorene Tag ist ein Tag, in dem die Lage schlimmer wird, nicht nur in Griechenland sondern in der ganzen EU, und möglicherweise hat das auch Konsequenzen im ferneren Ausland.”

Die Nachricht, dass der Finanzbedarf in Athen wohl höher ist als erwartet, hatte für Aufruhr gesorgt. Auf bis zu 120 Milliarden Euro müsse das Rettungspaket für die kommenden drei Jahre aufgestockt werden, hieß es. Auf Deutschland käme damit eine Belastung von rund 25 Milliarden Euro zu.