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Spaniens Regierung beschwichtigt

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Spaniens Regierung beschwichtigt

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In einer ersten Reaktion auf die verheerenden Arbeitslosenzahlen, die gestern in Spanien durchgesickert waren, hat die Regierung versucht, zu beschwichtigen. Die Opposition warf ihr einen Mangel an Glaubwürdigkeit vor.

Spaniens sozialistischer Ministerpräsident José Luis Zapatero bekräftigte, die Regierung gehe davon aus, dass die Arbeitslosenquote im ersten Quartal des Jahres ihren höchsten Stand erreicht habe. Jetzt werde sie zurückgehen, das sei seit langem das Ziel. Oppositionsführer Mariano Rajoy von der konservativen PP sagte, Gradmesser im Parlament für die Maßnahmen der Regierung seien die Arbeitslosenzahl und die Schaffung von Arbeitsplätzen. Jetzt sehe man, dass die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung eine Katastrophe seien. Die Arbeitslosenquote ist in Spanien nach inoffiziellen Angaben erstmals seit 13 Jahren auf über 20 Prozent gestiegen. Nach vorläufigen Daten des Nationalen Statistik-Instituts waren im ersten Quartal 2010 in Spanien rund 4,6 Millionen Menschen ohne Arbeit. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Erhebungen nach dem derzeitigen System im Jahr 1997. Die Daten waren durch ein technisches Versehen in Umlauf geraten, offiziell sollen sie am Freitag veröffentlicht werden.

Die Börse reagierte negativ auf die Zahlen. Beobachter wiesen darauf hin, dass Spanien – neben Griechenland und Portugal – zu den Risikoländern in der Eurozone gehöre.