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Deutschland gerät unter Druck

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Deutschland gerät unter Druck

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Angesichts der sich verschärfenden Finanzkrise gerät Deutschland immer mehr unter Druck, dem hochverschuldeten Griechenland zu helfen. Nach der erneuten Herabstufung der Kreditwürdigkeit Athens richtete die Bundesregierung einen Krisenstab ein. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble warb bei den Fraktionen im Bundestag um die schnelle Verabschiedung einer Gesetzesvorlage, die die Zahlung der Griechenlandhilfen ermöglicht. Der Wirtschaftsprofessor Falko Fecht von der European Business School sagt: “Ich denke, wenn sich Deutschland einer Zahlung für die Rettung von Griechenland verweigern würde, würde das unmittelbar zu einer Insolvenz von Griechenland führen. Und das ist, denke ich, auch kein wirklich gangbarer Weg, weil die Verluste, die dann beispielsweise dem deutschen Bankensystem zufallen würden, doch so gravierend sind, dass wahrscheinlich auch der Umfang, den der deutsche Steuerzahler zahlen müsste, weit größer ausfallen würde.” Am Dienstag war bekannt geworden, dass Griechenland in den kommenden drei Jahren wohl bis zu 130 Milliarden Euro benötigen dürfte. Auf Deutschland käme damit eine Belastung von rund 25 Milliarden Euro zu. Die Europäische Zentralbank und der Internationale Währungsfonds drängen auf rasches Handeln.