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Letzte Fernsehdebatte im britischen Wahlkampf

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Letzte Fernsehdebatte im britischen Wahlkampf

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Es ist die dritte und letzte Fernseh-Debatte im britischen Wahlkampf. An diesem Donnerstagabend treten die Spitzenkandidaten der drei größten Parteien noch einmal gegeneinander in den Ring, – der Premierminister, der Oppositionsführer, und die überraschend starke Nummer Drei, Nick Clegg, Spitzenkandidat der Liberaldemokraten, die – wenn die Meinungsforscher Recht behalten – zum Zünglein an der Waage werden, denn keiner Partei wird derzeit eine Parlamentsmehrheit zugetraut.

David Cameron, Parteiführer der Konservativen, kämpft weiter um eine Mehrheit, er verspricht vor allem “Wandel”, nach dreizehn Jahren Labour soll wieder alles besser werden. Dabei sieht er allerdings im früheren Labour-Chef Tony Blair ein Vorbild.

Blairs Nachfolger Gordon Brown hat sich im Wahlkampf einen peinlichen Ausrutscher geleistet, der nun die abschließende TV-Debatte überschattet: Der Premierminister äußerte sich mit beleidigenden Worten über eine Wählerin, die ihn gerade mit Fragen überhäuft hatte. Ihm steckte danach noch ein Mikrophon am Hemd, und so hörte die konsternierte Mrs Gillian Duffy, dass Brown sie als “bigot”, als engstirnige Eifererin bezeichnete.

Mrs Duffys Nichte äußerte sich danach keineswegs eifernd, eher nachdenklich: Die Konservativen werde sie sicher nicht wählen, – und die Liberaldemokraten? Sie sei noch unentschieden, aber eigentlich hätte sie wohl Labour gewählt.

Die Fernseh-Debatte der drei Spitzenkandidaten wird als entscheidend angesehen für die Wahl am 6.Mai.