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Öl-Leck im Golf von Mexiko fünf mal größer

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Öl-Leck im Golf von Mexiko fünf mal größer

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Die Ölpest im Golf von Mexiko ist offenbar schlimmer als bislang befürchtet. Laut US-Küstenwache ist ein drittes Leck entdeckt worden, aus dem Öl ins Wasser fließt. Seit der Explosion einer BP-Bohrinsel vor einer Woche gelten elf Arbeiter als vermisst. Gestern hatten Experten erstmals Teile des Ölteppichs in Brand gesetzt. Schlechtes Wetter erschwerte das Abfackeln.

“Der Betreiber BP hat uns von einem neuen Bruch in der Unterwasser-Steigleitung berichtet”, so eine Sprecherin der Küstenwache, “ BP und auch wir dachten, dass etwa 1000 Barrel Öl pro Tag auslaufen. Nun gehen Experten von bis zu 5000 Barrel aus.” Das entspricht etwa 800.000 Litern.

Schon heute, fürchtet der Gouverneur von Louisiana, könnte das Öl die Küste erreichen. Dort und in benachbarten US-Bundesstaaten versuchen Umweltschützer, Vögel mittels Lärm und Feuerwerk zu verscheuchen. US-Medien spekulieren darüber, ob die Plattform mit einem akustischen Not-Stopp-Schalter ausgerüstet war, der die Förderung automatisch abschaltet. Diese sind in den USA nicht, wie in anderen Staaten, Pflicht.