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Ölpest vor US-Südküste immer bedrohlicher

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Ölpest vor US-Südküste immer bedrohlicher

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Die Ölpest im Golf von Mexiko nimmt ein immer größeres Ausmaß an. Es fließt weitaus mehr Öl ins Meer als zunächst gedacht, Schätzungen zufolge könnten es bald 800.000 Liter pro Tag sein. Und der Ölteppich könnte schon an diesem Freitag die Küste des US-Bundesstaates Louisiana erreichen.

“Es ist furchtbar schwierig, den Ausfluss zu schätzen”, sagt BP-Manager Doug Suttles: “Aber wir können das Öl auf der Wasseroberfläche sehen, und wir glauben, dass die Größenordnung der Schätzungen zugenommen hat. Zwischen eintausend und fünftausend Barrel pro Tag dürfte der Ausfluss heute betragen.”

Der Ölkonzern BP macht das Unternehmen Transocean für das Unglück vor der US-Südküste verantwortlich: Von diesem Unternehmen hatte BP die Bohrinsel “Deepwater Horizon” geleast, die am Donnerstag vergangener Woche nach einer Explosion gesunken war. Durch kontrollierte Brände soll der Ölteppich begrenzt werden. Der könnte sich nach Einschätzung von Experten zur schlimmsten Umweltkatastrophe in der amerikanischen Geschichte entwickeln. Präsident Obama verlangte, alle geeigneten Mittel im Kampf gegen den Ölteppich einzusetzen. Der rückt dem Mississippi-Delta mit seiner reichen Tierwelt immer näher.