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Portugal will sparen

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Portugal will sparen

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Das hoch verschuldete und von einer Streikwelle erschütterte Krisenland Portugal will seinen Sanierungsplan beschleunigen. Das könnte nach Auffassung des Finanzministeriums dazu führen, dass das Land sein Haushaltsdefizit bereits in diesem Jahr von 9,4 auf 8,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts verringere. Bis 2013 soll es bei 2,8 Prozent liegen. Die Börse in Lissabon reagierte positiv auf diese Berichte. Der Präsident des portugiesischen Bankenverbandes, der ehemalige Notenbankchef Antonio de Sousa, sagte, man werde schnell und angemessen reagieren und offen für alles sein, was nötig sei. Es gehe nicht nur um eine Beruhigung der Märkte, sondern auch um nötige strukturelle Reformen in Portugal. Nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Portugals waren am Mittwoch der sozialistische Ministerpräsident José Sócrates und er konservative Oppositionsführer Pedro Passos Coelho zu einem Krisentreffen zusammengekommen. Sie vereinbarten eine engere Zusammenarbeit, um möglichst schnell aus der Krise zu kommen. Socrates will unter anderem Einkünfte über 150.000 Euro und Börsengewinne höher besteuern sowie neue Autobahngebühren einführen. Durch Privatisierung erhofft man sich zusätzliche Einnahmen von sechs Milliarden Euro.