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Rehn: Griechenland-Paket binnen weniger Tage

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Rehn: Griechenland-Paket binnen weniger Tage

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Das Bild Griechenlands, es ist schwarz dieser Tage. Die Helenen ächzen unter Schuldenlast und Sparmaßnahmen. Nun leichtes Aufatmen: Das Rettungspaket ist auf dem Papier, in groben Zügen. Und es schmeckt sauer: Die Steuern steigen, Zusatzleistungen, Renten, Löhne werden gekürzt.

Binnen weniger Tage, so EU-Währungskommissar Olli Rehn in Brüssel, wollten EU-Kommission, Europäische Zentralbank und IWF das Paket besiegeln: “Die Finanzhilfen geben Griechenland Freiraum vom Druck der Finanzmärkte, um die Nachhaltigkleit des öffentlichen Haushalts entschieden zu reformieren und die Wirtschaft zurückzubringen auf einen Pfad des nachhaltigen Wachstums.”

Um zehn Punkte soll Athen die Neuverschuldung senken, binnen zwei Jahren. Gegen die Bedingungen der Hilfen regt sich seit Wochen Widerstand. Ministerpräsident Giorgos Papandreou lud daher die Spitzen von Arbeitnehmern und Arbeitgebern zu sich.

Der Ärger aber bleibt, wie etwa bei Yannis Panagopoulos, dem Vorsitzenden der größten Gewerkschaft des privaten Sektors: “Die Geldgeber machen nicht nur Druck, sie erpressen uns und wollen nicht einmal verhandeln. Wir haben von einem Paket gehört, das sehr schwierig für die Menschen wird, Maßnahmen gegen Entwicklung, Maßnahmen, die zur Rezession führen.”

Nun steigt auch der Druck auf Deutschland, das den größten Länder-Anteil des Paktes tragen wird. Ende kommender Woche soll ein entsprechendes Gesetz in Berlin verabschiedet werden. Insgesamt tragen EU und IWF 45 Milliarden Euro nach Athen.