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Trotz Herabstufung bleibt Madrid gelassen

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Trotz Herabstufung bleibt Madrid gelassen

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Nach der Herabstufung der Kreditwürdigkeit Spaniens durch die Ratingagentur Standard & Poor’s
(S&P) hat die Regierung in Madrid zur Besonnenheit aufgerufen. Spanien ist das dritte Land der Eurozone, dessen Rating herabgesetzt wurde.

Finanzministerin Elena Salgado betonte, die Konsolidierungsbemühungen verliefen planmäßig: “Es ist wichtig, festzuhalten, dass zwei Agenturen uns die Bestnote geben, nur eine hat uns um eine Stufe herabgesetzt. Sie sagt aber, dass unsere Schulden erstklassig sind”, sagte Salgado.

Spanien wird mit AA+ noch deutlich besser bewertet als die beiden anderen südeuropäischen Länder. Standard & Poor’s hatte seine Entscheidung damit begründet, dass Spaniens Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren deutlich geringer ausfallen werde als erwartet.

“Spanien ist für Investoren ein größeres Problem, weil es 8,5 Prozent des BIP der EU stellt, Griechenland dagegen weniger als zwei und Portugal weniger als 1,5. Es ist ein größeres Land und wir bewegen uns jetzt sozusagen von der zweiten in die erste Liga”, begründete der Chefanalyst von S&P, Sam Stovall die Entscheidung.

In Portugal verständigten sich der sozialistische Ministerpräsident José Sócrates und der konservative Oppositionsführer Pedro Passos Coelho bei einem Krisentreffen darauf, Teile des Konsolidierungsprogramms vorzuzuehen. Standard & Poor’s hatte die Kreditwürdigkeit Portugals vorgestern um gleich zwei Stufen herabgesetzt.