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Britischer Wahlkampf - David Cameron, der Konservative

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Britischer Wahlkampf - David Cameron, der Konservative

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Der Herausforderer, David Cameron, seit Dezember 2005 Parteichef der Konservativen und damit Oppositionsführer. Eigentlich ein Tory, wie er im Buche steht. Sohn einer reichen Bankerfamilie, besten Schulen. Sowohl er als auch seine Gattin sind mit der königlichen Familie verwandt.
Er trat an mit dem Anspruch, frischen Wind in die etwas angestaubte Partei zu bringen.
Dazu gehört auch das Kennedy-Zitat:
“Frage nicht, was dein Land für dich tut – frage, was du für dein Land tun kannst.”

Studiert hat er – natürlich mit Auszeichnung – Philosophie, Politik und Wirtschaft.
Danach arbeitete er für die Partei.
Auch in Downing street number ten – im Beraterteam von Premier John Major.

Als er 2005 zum 26. Vorsitzenden in der Geschichte der CDonservativ Party gewählt wurde, hatte Cameron mal gerade 4 Jahre Erfahrung im Unterhaus. Die Tories wollten frischen Wind, den der blendende Redner Cameron mit Versprechen ankündigte, er werde alles in seiner Kraft stehende für Partei und Vaterland tun.
Cameron soll die Partei für breitere Schichten wählbar machen – er plädiert für einen politischen Stilwechsel, bezeichnet er sich als “modernen, mitfühlenden Konservativen”.
Natürlich mit der mit-wahlkämpfenden Gattin an seiner Seite.
Einiges könnte er sich beim US-Präsidenten Obama abgeschaut haben. Da klingen ähnliche Themen an.
Cameron verteidigt das staatliche Gesundheitswesen, macht mehr Frauen und Angehörige ethnischer Minderheiten zu Kandidaten, auch Umwelt ist nun ein konservatives Thema.

Seine Erfahrung als PR-Manager kommt dem Politiker Cameron im Wahlkampf ganz sicher zugute.
Zur Vorbereitung auf die drei Fernseh-Debatten heuerte er eine PR-Firma an, die bereits am Wahlkampf von Barack Obama mitgewirkt hat.

Sich als der nette “normale” Nachbar von nebenan zu präsentieren, der Fahrrad fährt und joggt, das macht ihm offensichtlich gar keine Schwierigkeiten.
Trotzdem haben seine Parteifreunde so ihre Sorgen mit dem dynamischen jungen Chef.
Er gilt als “unideologischer Pragmatiker”.
Pragmatismus aber, so klagte ein Parteifreund im “Observer”, führe dazu, dass nicht immer zusammenpasse, was da an Programmpunkten geboten werde.