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Gordon Brown - der Premier im bitteren Kampf um die Wiederwahl

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Gordon Brown - der Premier im bitteren Kampf um die Wiederwahl

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Der Chef der vergangenen Jahr, Gorgon Brown,
Labour-Party. Es wurden nicht ganz drei Jahre als Regierungschef. Das hatte sich Gordon Brown einmal anders vorgestellt. 1994, nach dem plötzlichen Tod des damaligen Parteiführers John Smith, war Brown als der potenzielle Nachfolger gehandelt worden. Er verzichtete zugunsten von Tony Blair auf eine Kandidatur – gilt aber mit Blair zusammen als Gründer von “New Labour”.

Gordon Brown ist der Sohn eines schottischen Pfarrers. Im Zuge eines Experiments zur Hochbegabtenförderung kam er bereits als 15jähriger an die Universität Edinburgh.
Während der Studienzeit erlitt er beim Rugbyspiel eine Augenverletzung, seither ist der späteren Führer der britischen Linken auf dem linken Auge blind.
Brown promovierte, wurde der jüngste Rektor in der Geschichte seiner Universität.
2000 heiratete er eine PR-Managerin, mit der er sich darauf verständigte, das Familienleben aus der Politik herauszuhalten. Das dritte Kind der Browns leidet an Mukoviszidose.

Die große poltische Karriere begann für Gordon Brown im Mai 1997 als Schatzkanzler.
Ein Gerücht will nicht verstummen, wonach es vorher eine Absprache mit Tony Blair gegeben haben soll, wonach Brown Blair den Vortritt lasse.
Dafür sollte Brown die Wirtschaftspolitik übernehmen. Blair soll versprochen haben, nach einer gewissen Zeit zurücktreten und Brown die Partei- und Regierungsführung zu überlassen.

Als Schatzkanzler machte sich Brown wirklich einen Namen. icht nur wegen der Rekordamtszeit von zehn Jahren. Er überzeugte die Parteifreunde, zunächst für zwei Jahre den Ausgabenplan der konservativen Vorgänger-Regierung beizubehalten.
Danach senkte er Unternehmens- und Einkommenssteuern, setzte beträchtlich Ausgaben für das Gesundheitswesen durch. Das brachte Erfolge, bis auch Großbritannien von der Krise eingeholt wurde.

Im Juni 2007 konnte er dann endlich Tony Blair als Premierminister ablösen. Seine Antritt im obersten Regierungsamt des Königreichs stand unter keinem guten Stern. Er erbte die Konflikte im Lande um den Irak-Krieg. Brown war gerade 3 Tage im Amt, als Attentate in London und Glasgow das Land erschütterten. Der eher als ruhiger Planer und Denker bekannte Gordon Brown musste nun als Premierminister den Krisenmanager geben.

Dazu machte die weltweite Finanzkrise vieles zunichte, was er als umsichtiger Wirtschaftsexperte in den 10 Jahren im Schatzamt aufgebaut hatte.
Skandale rund um seine Regierung blieben ihm auch nicht erspart. Einmal musste ein enger Berater aus Downingstreet zurücktreten, weil er mails an Journalisten und Blogger geschickt hatte, in denen politische Gegner verleumdet wurden.

Nein, so ein lockerer Charming-Boy wie Vorgänger Tony Blair ist Gordon Brown wirklich nicht.
Und dann kam in der heissen Phase des Wahlkampfes noch dieser Patzer mit der alten Dame. Die hatte ihn mit ihren Fragen genervt – und Brown schimpfte auf dem Wege zum Auto über “die bigotte Alte” – ohne zu bemerken, dass noch ein Mikrofon an seinem Anzug steckte.
Also musste er noch einmal hin, sich medien-öffentlich entschuldigen .