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Ölteppich erreicht die Küste

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Ölteppich erreicht die Küste

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Der Ölteppich im Golf von Mexiko hat nach ersten Berichten die Küste von Louisiana erreicht. Wo Ölklumpen angespült wurden, wollte die Küstenwache bei Tageslicht feststellen.

Um das empfindliche Ökosystem in der Region zu schützen, sind zahlreiche Öl-Barrieren ausgelegt worden. Doch machten Wind und hohe Wellen die Bemühungen zum Teil nutzlos und trieben den Ölteppich schneller zum Naturschutzgebiet am Mississippi-Delta als erwartet. Tausende Wasservögel, Fischarten, Austern und andere Meerestiere sind bedroht.

“Ich mache mir große Sorgen. Das ist eine sehr, sehr große Sache und die Anstrengungen, die weiterhin nötig sein werden, insbesondere wenn weiter Öl ausläuft, die sind schier unvorstellbar”, klagt David Kennedy von der Meeresschutzbehörde.

Etwa 800.000 Liter Rohöl fließen täglich aus den Lecks der im Golf von Mexiko gesunkenen Bohrinsel aus – gut fünfmal mehr als ursprünglich geschätzt. Fischer aus Louisiana haben Klage gegen den Betreiberkonzern British Petrol eingereicht.

BP-Mitarbeiter Doug Suttles ist ratlos: “Beim Unfall hätten eigentlich die Sicherheitsvorrichtungen den Ölausfluss stoppen müssen. Warum sie es nicht taten, wissen wir nicht, aber wir finden es heraus.”

Inzwischen wird befürchtet, dass dieser Unfall das Ausmaß der Tankerkatastrophe der Exxon Valdez in Alaska 1989 noch übersteigt – die bislang schlimmste Ölpest der Vereinigten Staaten.