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Sparpaket spaltet Griechen

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Sparpaket spaltet Griechen

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Sparprogramm oder Staatspleite. Vor diesem Hintergrund zurrt die Regierung in Athen mit Experten des Internationalen Währungsfonds, der Europäischen Zentralbank und der EU-Kommission das Hilfspaket für Griechenland fest. Sonntag soll es stehen. Die Anleihemärkte entspannten sich. Die Gewerkschaften aber gehen auf die Barrikaden.

Im Parlament warb Ministerpräsident Giorgos Papandreou noch einmal für die geforderten, harten Einschnitte. Diese dienten dem Schutz, dem Überleben, der Zukunft Griechenlands.

Am Sonntagnachmittag treffen sich die Finanzminister der Eurozone in Brüssel, um die Hilfen zu beschließen. Es geht um 120 Milliarden Euro und mehr in drei Jahren. Dafür werden 13. und 14. Gehalt gestrichen, im öffentlichen Dienst herrscht Einstellungsstopp. Alkohol-, Mineralöl- und Tabaksteuer werden zum dritten mal erhöht, die Mehrwertsteuer zum zweiten Mal in diesem Jahr.

“Unser Stolz, unser Ego als Griechen wurde verletzt, es ist sehr schlecht, was passiert ist, aber wir werden das verwinden”, sagt Spiros Bairaktaris. Seine Preise hat der Wirt bisher nicht angehoben, wenn er kann, will er sie sogar senken.

Doch den traditionell mächtigen Gewerkschaften schmeckt das Sparen nicht. Zum 1. Mai soll es Proteste geben, für kommenden Mittwoch rufen sie zum Generalstreik auf. Der Kampf gegen die Pleite, er geht weiter, auf der Straße.